Inhalt
Fakten
Hersteller
Sapphire
Release
Ende April 2026
Produkt
Mainboard
Webseite
Preis
ab 349 Euro
Media (14)







Einleitung & Datenblatt
Einleitung
Verdeckte Kabel werden zunehmend zum Standard moderner PC-Builds. Mit „PhantomLink“ treibt Sapphire das Konzept nun weiter voran: Ähnlich wie ASUS setzt der Hersteller auf eine Stromversorgung der Grafikkarte direkt über das Mainboard – und integriert die Technik erstmals in eigene GPUs und Mainboards. Wir haben uns die neue Nitro+ RX 9070 XT sowie das X870EA mit Phantomlink-Technologie genauer angesehen. Den Start macht das Mainboard.
Über Sapphire
SAPPHIRE Technology ist nach wie vor ein führender Hersteller und weltweiter Zulieferer innovativer Grafikkarten und Mainboard-Produkte. Unsere AMD Radeon-basierten Produkte für die PC-Märkte sind besonders bei Gaming-, eSport- und leistungshungrigen Grafikenthusiasten beliebt. Daneben umfasst die Produktpalette professionelle Grafikprodukte und Embedded-Lösungen. Seit Neuestem dringt SAPPHIRE mit einer Reihe von GPU-Computing-Serversystemen für das Mining von Blockchain-basierten Kryptowährungen in neue Märkte vor.
Datenblatt
- Formfaktor: ATX
- Sockel: AMD AM5
- Chipsatz: AMD X870E
- CPU-Kompatibilität: Ryzen 7000, Ryzen 8000G, Ryzen 9000
- RAM: 4x DDR5 DIMM-Slots, Dual Channel, max. 256GB UDIMM Non-ECC
- RAM-Datenrate: DDR5-5200 (Ryzen 7000/Ryzen 8000G), DDR5-5600 (Ryzen 9000), max. DDR5-8400 OC
- ECC-Unterstützung: nein
- Anschlüsse extern: 1x HDMI (iGPU), 2x USB4 mit DisplayPort (40Gb/s, PD-Out 15W, iGPU), 4x USB-A 3.1 (10Gb/s), 4x USB-A 3.0 (5Gb/s), 2x USB-A 2.0 (480Mb/s), 3x 3.5mm Klinke (Realtek ALC897), 1x RJ-45 (5GBase-T, Realtek RTL8126), 2x Antennenanschluss RP-SMA
- PCIe-Slots: 1x PCIe 5.0 x16, 2x PCIe 4.0 x16 (x4)
- M.2-Slots: 2x M.2/M-Key (PCIe 5.0 x4, 2280), 2x M.2/M-Key (PCIe 4.0 x4, 2280), 1x M.2/E-Key (2230, belegt mit WiFi+BT-Modul)
- Sonstige Schnittstellen: 4x SATA 6Gb/s (X870E)
- Anschlüsse intern - USB: 1x USB 3.2 Header Key-A (20Gb/s, PD-Out 30W, 1x USB-C), 1x USB 3.0 Header 20-Pin (5Gb/s, 2x USB-A), 2x USB 2.0 Header 9-Pin (480Mb/s, 4x USB-A)
- Anschlüsse intern - sonstige: 1x seriell Header, 1x Speaker Header
- Anschlüsse intern - Kühlung: 1x CPU-Lüfter 4-Pin PWM, 3x Lüfter 4-Pin PWM, 1x AIO-Pumpe 4-Pin PWM
- Anschlüsse intern - Stromversorgung: 1x 24-Pin ATX, 2x 8-Pin EPS12V, 1x GC-HPWR (BTF/PhantomLink), 1x 12V-2x6 (für GC-HPWR)
- Anschlüsse intern - Beleuchtung: 3x 3-Pin ARGB (+5V/DATA/GND), 1x 4-Pin RGB (+12V/G/R/B)
- Buttons/Switches: Clear-CMOS-Button (extern), USB BIOS Flashback (extern), Reset-Button (intern), Start Button (intern)
- Audio: Realtek ALC897
- Netzwerk: Realtek RTL8126 (5Gb/s)
- Grafik: iGPU
- RAID-Level: 0/1/10 (X870E)
- Wireless: Wi-Fi 7 (WLAN 802.11a/b/g/n/ac/ax/be), Bluetooth 5.4
- VRM-Design: 16+2+1, 18 virtuelle CPU-Phasen (16+2)
- MOSFETs VCORE: 16x 55A
- MOSFETs SOC/VCCGT: 2x
- MOSFETs Sonstige: 1x
- Beleuchtung: RGB, 1 Zone (I/O-Abdeckung)
- Besonderheiten: Audio+solid capacitors, Diagnostic LED (LED-Indikatoren), Diagnostic LED (Segmentanzeige), I/O-Blende integriert, White Build-kompatibel (PCB weiß), 3x M.2-Passivkühler
Preis: 349 Euro (Stand: 09.05.2026)
Testplattform
- Prozessor: AMD Ryzen 9 9950X
- Arbeitsspeicher: G.Skill DIMM Kit 32GB DDR5-6000
- Grafikkarte: Sapphire Nitro+ Radeon RX 9070 XT OC PhantomLink Polar Edition
- Prozessorkühler: Alpenföhn Gletscherwasser 360 High Speed
- Wärmeleitpaste: ARCTIC MX-7
- Netzteil: Seasonic Prime TX-1600
- Soundkarte: Creative Sound BlasterX AE-5 PLUS
- Festplatten: KIOXIA EXCERIA PRO SSD 2TB
- Gehäuse: be quiet! Silent Base 802 weiß
- Betriebssystem: Windows 11
- Peripherie: Razer Viper Ultimate, Sharkoon PureWriter RGB, EPOS Sennheiser GSP 670
- Monitor: Monitor: LG UltraGear 48GQ900-B
- Zimmertemperatur: ca. 21°C
AMD X870(E) Chipsatz
Beim neuen X870E handelt es sich im Prinzip nur um einen umbenannten X670E. Die einzige Neuerung ist, dass auf Mainboards mit X870E nun immer USB4 vorhanden ist (per Zusatzchip). Dies ist bei Platinen mit den X670-Chipsätzen wiederum nur eine selten genutzte Option. Der Zusatzchip sorgt allerdings dafür, dass die Zahl der verfügbaren PCIe-4.0-Lanes vom Chipsatz abnimmt, denn für zweimal USB4 reserviert sich der Zusatzchip (ASM4242) eben einmal PCIe 4.0 x4.
Der X870 ohne E am Ende ist wiederum ein „modifizierter“ B650E. Als Käufer eines solchen Mainboards gibt es ebenfalls PCIe 5.0 für Grafikkarten und USB4. Im Gegenzug sinkt aber die Zahl der maximalen PCIe-Lanes von 44 auf nur noch 36 und auch bei allen anderen Schnittstellen wie PCIe 4.0, PCIe 3.0, SATA und den diversen USB-Ausführungen geht das mögliche Maximum drastisch zurück.
Verarbeitung & Layout
Verarbeitung und Layout
Unser Testmuster kommt im ATX-Format daher und punktet mit einer fast komplett weißen Beschichtung (wir haben das „Polar Edition“-Modell erhalten). Für optische Akzepte sorgt die anpassbare RGB-Beleuchtung der I/O-Abdeckung.
Wie gewohnt: Beim NITRO+ X870EA PhantomLink setzt Hersteller Sapphire auf hochwertige Materialien sowie eine saubere Fertigung. Ein besonderes Augenmerk haben die Ingenieure auf die Kondensatoren gelegt, die durch eine strenge Qualitätsprüfung mussten. Generell ist das Layout des Boards durchdacht. Einmal mehr praktisch sind beispielsweise die gewinkelten SATA-Anschlüsse. Sapphire verbaut auf dem Mainboard vier DIMM-Sockel (DDR5; Dual-Channel). Mit aktuellen 64-GB-Speicherkits könnte man so einen mehr als ausreichenden Speicherausbau auf 256 GB schaffen (bis zu 8.400 MHz mittels OC). Um der Problematik einer möglichen Überhitzung entgehen zu können, gibt passive Kühlkörper (Chipsatz und Spannungswandler). Der verpflichtende ASM4242-USB4-Controller hat einen eigenständigen Kühler erhalten. Gleiches gilt auch für den PCH-Kühler.
Für ein solides Overclocking-Potenzial sorgt das 16+2+1-Phasendesign. Die drei PCIe-Slots sind durch Metall verstärkt. Dies soll beim Einsatz von schweren High-End-Grafikkarten potenziell Vorteile bieten. Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Testmuster nicht feststellen.
Der Lieferumfang sieht wie folgt aus:
- WLAN-Antennen (Wi-Fi 7)
- SATA-Kabel
- M.2-Schrauben / Abstandshalter
- Quick-Install-Guide / Handbuch
- Treiber-/Utility-Downloadhinweise
- Branding-Zubehör
Technik & Ausstattung
Anschlüsse und Technik
Unser Testmuster besitzt 1x PCIe 5.0 x16, 2x PCIe 4.0 x16 (x4), 2x M.2/M-Key (PCIe 5.0 x4, 2280), 2x M.2/M-Key (PCIe 4.0 x4, 2280), 1x M.2/E-Key (2230, belegt mit WiFi+BT-Modul) und 4x SATA 6Gb/s (X870E).
Zur besseren Kühlung der M.2-SSDs (max. 4 Stück) gibt es passive Kühlkörper. Darüber hinaus verfügt unser Testmuster über vier RGB-Header: 3x 3-Pin ARGB (+5V/DATA/GND) und 1x 4-Pin RGB (+12V/G/R/B). Wi-Fi 7 (WLAN 802.11a/b/g/n/ac/ax/be), Bluetooth 5.4 und eine Debug-LED sind ebenfalls mit von der Partie.
Sonstigen internen Anschlussmöglichkeiten:
1x USB 3.2 Header Key-A (20Gb/s, PD-Out 30W, 1x USB-C)
1x USB 3.0 Header 20-Pin (5Gb/s, 2x USB-A)
2x USB 2.0 Header 9-Pin (480Mb/s, 4x USB-A)
1x seriell Header
1x Speaker Header
1x CPU-Lüfter 4-Pin PWM
3x Lüfter 4-Pin PWM
1x AIO-Pumpe 4-Pin PWM
1x 24-Pin ATX
2x 8-Pin EPS12V
1x GC-HPWR (BTF/PhantomLink)
1x 12V-2x6 (für GC-HPWR)
Die externen Anschlüsse in der Übersicht:
1x HDMI (iGPU)
2x USB4 mit DisplayPort (40Gb/s, PD-Out 15W, iGPU)
4x USB-A 3.1 (10Gb/s)
4x USB-A 3.0 (5Gb/s)
2x USB-A 2.0 (480Mb/s)
3x 3.5mm Klinke (Realtek ALC897)
1x RJ-45 (5GBase-T, Realtek RTL8126)
2x Antennenanschluss RP-SMA
PhantomLink im Detail
Sapphire PhantomLink ist ein spezielles Verbindungssystem für moderne Grafikkarten und Mainboards. Bei herkömmlichen PCs wird die Grafikkarte über sichtbare Stromkabel direkt vom Netzteil versorgt. PhantomLink verändert dieses Prinzip, indem die Stromversorgung über einen zusätzlichen Hochleistungsanschluss direkt am Mainboard erfolgt. Dadurch müssen keine sichtbaren Stromkabel mehr an die Vorderseite der Grafikkarte angeschlossen werden.
Technisch arbeitet PhantomLink mit einem speziellen Anschluss neben dem PCIe-x16-Slot des Mainboards. Die kompatible Grafikkarte besitzt auf ihrer Unterseite passende Kontakte. Sobald die Grafikkarte eingesetzt wird, verbindet sie sich automatisch mit diesem Anschluss. Das Netzteil liefert den Strom zunächst an das Mainboard, von dort wird die Energie über Leiterbahnen und den PhantomLink-Connector direkt zur Grafikkarte weitergeleitet.
Das Ziel dieses Systems ist vor allem ein sauberer und moderner PC-Aufbau. Da keine dicken GPU-Kabel mehr sichtbar sind, wirkt das Innere des Computers deutlich ordentlicher. Zusätzlich verbessert sich häufig der Luftstrom im Gehäuse, weil keine Kabel den Weg der Kühlluft behindern. Auch der Einbau kann einfacher sein, da die oft steifen 12V-2x6-Kabel moderner High-End-Grafikkarten entfallen.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die mechanische Belastung auf den Grafikkartenanschluss reduziert wird. Bei klassischen Stromkabeln entsteht häufig seitlicher Druck auf den Stecker der Grafikkarte. PhantomLink vermeidet dieses Problem, da die Verbindung direkt über das Mainboard hergestellt wird.
Das System besitzt jedoch auch Nachteile. PhantomLink funktioniert nur mit speziell kompatiblen Mainboards und Grafikkarten. Normale GPUs können diese Technik nicht nutzen. Dadurch ist die Hardwareauswahl momentan noch eingeschränkt. Außerdem wird ein großer Teil der elektrischen Last nun über zusätzliche Kontakte und Leiterbahnen des Mainboards geführt. Einige Nutzer sehen darin ein mögliches Risiko, da moderne High-End-Grafikkarten sehr hohe Ströme benötigen. Langfristige unabhängige Tests zur Haltbarkeit und thermischen Belastung des Systems gibt es bisher noch kaum. Zusätzlich kann die Fehlersuche komplizierter werden, falls der spezielle Connector oder die Stromversorgung Probleme verursacht. Bei herkömmlichen PCs lassen sich Stromkabel einfach austauschen, während PhantomLink stärker vom gesamten Mainboard-Design abhängig ist.
Insgesamt ist PhantomLink eine moderne Weiterentwicklung des sogenannten „Cable-Free“- oder „Back-Connect“-Konzepts. Die Technik soll den PC-Innenraum sauberer, übersichtlicher und optisch hochwertiger machen. Ob sich das System langfristig als neuer Standard durchsetzt, hängt davon ab, wie zuverlässig die Technik im Alltag funktioniert und ob weitere Hersteller ähnliche Lösungen unterstützen.
Features, Bios & Preis
Features
Wi-Fi 7: Der Wi-Fi 7-Chipsatz der nächsten Generation bietet eine ultrabreite Kanalbandbreite von 320 MHz im 6-GHz-Band und 4096 QAM, die bis zu 2.4-fache Wi-Fi-Geschwindigkeiten ermöglichen. Die revolutionäre Multi-Link Operation (MLO) sorgt für eine stabilere Wi-Fi-Verbindung und eine geringere Latenz, die neue Möglichkeiten bei Spielen, Streaming und industriellem IoT eröffnet.
TRIXX-M: TRIXX-M wurde exklusiv für Sapphire-Mainboards entwickelt und gibt einen die volle Kontrolle über sein System. Es gibt eine Echtzeitüberwachung und zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten.
Audio: Unter dem EMI-Shield mit der Gravur „Pure Sound“ befindet sich das Budget-Modell „Realtek ALC897“. Immerhin: Vier Audio-Kondensatoren „pushen“ die Soundqualität etwas.
USB 4.0: USB4 ist der moderne Nachfolger älterer USB-Standards und verwendet immer einen USB-C-Anschluss. Der Standard ermöglicht sehr hohe Datenübertragungsraten von bis zu 40 Gbit/s, wodurch große Dateien deutlich schneller kopiert werden können als mit USB 3.0 oder USB 3.2. Ein großer Vorteil von USB4 ist, dass über denselben Anschluss nicht nur Daten übertragen werden, sondern auch Bildsignale und Strom. Dadurch kann man beispielsweise einen Monitor, eine externe SSD oder eine Dockingstation mit nur einem einzigen Kabel verbinden. Viele Geräte lassen sich darüber gleichzeitig auch aufladen. USB4 ist außerdem mit vielen Thunderbolt-3-Geräten kompatibel. Das bedeutet, dass zahlreiche hochwertige Dockingstations, schnelle externe Laufwerke oder professionelle Zubehörgeräte ebenfalls funktionieren.
Bios
Unser Testmuster wurde mit der ersten BIOS-Version „CRB PI 1300“ ausgeliefert.
Das BIOS wurde besonders übersichtlich gestaltet und soll sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Nutzern die Bedienung erleichtern. Die Oberfläche ist in mehrere Bereiche aufgeteilt, darunter Dashboard, Advanced, Overclock, Status, Boot, Tools und Favorite. Im Dashboard werden wichtige Systeminformationen wie CPU, RAM, Temperaturen und Lüfter direkt angezeigt. Außerdem lassen sich Funktionen wie EXPO/XMP-RAM-Profile, PBO-Overclocking oder Resize BAR per Klick aktivieren. Im Overclock-Bereich können Prozessor, Spannungen und Arbeitsspeicher detailliert angepasst werden. Die Lüftersteuerung bietet verschiedene Profile wie Silent, Performance oder benutzerdefinierte Kurven. Zusätzlich gibt es eine Suchfunktion, Favoritenlisten für häufig genutzte Einstellungen und eine integrierte BIOS-Update-Funktion direkt im UEFI.
Preis und Verfügbarkeit
Das Sapphire NITRO+ X870EA PhantomLink ist ab sofort für 349 Euro (Stand: 09.05.2026) im Handel erhältlich.
Cinebench 2024
Sapphire NITRO+ X870EA PhantomLink - Cinebench 2024
Blender
Sapphire NITRO+ X870EA PhantomLink - Blender
V-Ray
Sapphire NITRO+ X870EA PhantomLink - V-Ray
7-Zip
Sapphire NITRO+ X870EA PhantomLink - 7-Zip
Spiele
Sapphire NITRO+ X870EA PhantomLink - Spiele
Bootzeit
Sapphire NITRO+ X870EA PhantomLink - Bootzeit
USB 3.1
Sapphire NITRO+ X870EA PhantomLink - USB 3.1
SATA 6G
Sapphire NITRO+ X870EA PhantomLink - SATA 6G
M.2
Sapphire NITRO+ X870EA PhantomLink - M.2
Leistungsaufnahme
Sapphire NITRO+ X870EA PhantomLink - Leistungsaufnahme
Fazit & Wertung
Christoph meint: Das Mainboard kombiniert moderne Ausstattung, starke Technik und ein innovatives Kabelmanagement-Konzept zu einem attraktiven Gesamtpaket für Enthusiasten, die einen sauberen und leistungsstarken High-End-PC bauen möchten!
“Das Sapphire NITRO+ X870EA PhantomLink präsentiert sich im Test als modernes High-End-AM5-Mainboard mit Fokus auf Design, Zukunftssicherheit und innovative Technik. Besonders die neue PhantomLink-Technologie hebt das Board von klassischen X870E-Mainboards ab, da die Stromversorgung kompatibler Grafikkarten direkt über das Mainboard erfolgt und dadurch sichtbare GPU-Stromkabel entfallen. Das sorgt nicht nur für ein deutlich saubereres Gesamtbild im Gehäuse, sondern verbessert auch den Luftstrom und vereinfacht den Einbau moderner High-End-Grafikkarten. Auch abseits von PhantomLink überzeugt das Mainboard mit einer hochwertigen Verarbeitung, einem durchdachten Layout und einer umfangreichen Ausstattung. USB4, Wi-Fi 7, PCIe 5.0, vier M.2-Slots inklusive Kühlkörpern sowie ein starkes 16+2+1-VRM-Design machen das Board technisch sehr zukunftssicher. Positiv fällt außerdem das übersichtliche BIOS mit guten Overclocking- und Lüftersteuerungsfunktionen auf. Kritikpunkte gibt es dennoch. Der verwendete Realtek-ALC897-Audiochip fällt für ein Mainboard dieser Preisklasse eher durchschnittlich aus. Zusätzlich ist PhantomLink derzeit noch stark von kompatibler Hardware abhängig, wodurch die Auswahl an passenden Grafikkarten begrenzt bleibt. Da die Technologie noch relativ neu ist, fehlen außerdem langfristige Erfahrungswerte zur Belastbarkeit und thermischen Stabilität der zusätzlichen Stromverbindung.

- sehr gute Performance
- moderne und ausgereifte Technik
- PhantomLink (innovativ und praktisch)
- DDR5 8400 MHz (OC)
- M.2 und PCIe 5.0
- WiFi 7
- Bluetooth 5.4
- USB 4.0
- ausreichend Anschlussmöglichkeiten
- saubere Verarbeitung
- durchdachtes Layout
- umfangreiches und übersichtliches Bios
- übersichtliches und praktisches Softwarepaket
- schicke und dezente "White"-Optik
- PhantomLink verteuert den Preis
- nur durchschnittlicher Onboard-Sound (ALC897)
- kein PCIe-Release-Button
- sehr mauer Lieferumfang

